Besuch im Solarium erst ab 18 Jahren
Die Diskussion um ein Sonnenbankverbot für Minderjährige ist nicht ganz neu. Bereits 2006 wurde diese Thematik im wahrsten Sinne des Wortes „heiß“ diskutiert, um Jugendliche vor möglichen Hauterkrankungen zu schützen. Anlass dafür gab unter anderem die steigende Zahl von Neuerkrankungen an Hautkrebs. Und gerade die Haut von jungen Menschen reagiert häufig empfindlicher auf Sonneneinstrahlung, da sie noch keine ausreichende Schutzschicht gebildet hat.
Im August 2009 ist das Gesetz dann auf Drängen des Bundesumweltministeriums durchgesetzt worden, der Solarium-Besuch ab 18 ist somit gesetzlich geregelt. Die Verantwortung für das Einhalten dieses Gesetzes liegt bei den Sonnenstudio-Betreibern, bei Nichteinhaltung machen sich diese Strafbar. Daher gilt mittlerweile in fast allen Sonnenstudios Ausweispflicht für Jugendliche.
Ob das Phänomen der gestiegenen Hautkrebserkrankungen unbedingt mit Solariumbesuchen zusammenhängt ist nicht hundertprozentig zu belegen. Am besten man erkundigt sich beim Hautarzt über das Thema Hautkrebs und seine Risiken. Fakt ist jedoch, dass gerade Jugendliche nicht verantwortungsbewusst genug mit ihrem Körper umgehen – und das in verschiedenen Bereichen. So eifern sie vor allem was das Aussehen angeht gerne ihren Idolen nach um ihnen möglichst ebenbürtig zu sein. Die einen hungern fleißig, um die von den Medien suggerierte Traumfigur zu erlangen, andere gehen wiederum häufig ins Solarium und erhoffen sich dadurch einen sexy-Latino-Teint. Ein Solarium-Verbot für Minderjährige mag sicherlich in mancher Hinsicht wirkungsvoll sein, wichtiger ist jedoch auch hier die Aufklärungsarbeit. Und letztendlich sind die Jugendlichen heutzutage ohnehin schon so stark von den Medien beeinflusst und haben dadurch ein falsches Schönheitsideal, welchem sie zwanghaft nacheifern, ohne Rücksicht auf den eigenen Körper. Ein Solariumverbot wird mit Sicherheit nicht die alleinige Lösung dieses Problems sein.
Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Schutzes vor nichtionisierender Strahlung
Stellungnahme des Bundesrates und Gegenäußerung der Bundesregierung
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